Textilmuseum Bocholt

Lernen Sie die Anfänge der Industrialisierung im Ruhrgebiet kennen. Das Textilmuseum in Bocholt zeigt eindrucksvoll, wie schwer die harte Arbeit der Textilarbeiter in den Anfängen dieser Industrie war. Vom Niederrhein aus entwickelte sich dann nach und nach die Textilindustrie, die wir uns heute aus dem täglichen Leben überhaupt nicht mehr wegdenken können. Im Textilmuseum in Bocholt am Niederrhein erleben Sie einen intensiven Einblick in das karge Leben der Arbeiter, die seinerzeit für die Bevölkerung Stoffe für Kleidung, Gardinen, Bettwäsche usw. herstellten.

Wenn die Besucher die Museumsfabrik betreten, werden sie sich unwillkürlich die Ohren zuhalten wollen, denn ein solch tosender Lärm empfängt einen hier. Die Fabrik ist in der Tradition der alten Bauwollwebereien errichtet worden. Diese gab es in den Anfängen der Textilindustrie in großer Anzahl, gerade im Münsterland. In der Museumshalle erhält man also einen Einblick in die Arbeit der Weber, wie sie sich vor vielen Jahrzehnten tatsächlich zugetragen hat. Die Webstühle geben den Takt vor, dem die Arbeiter und Arbeiterinnen folgen mussten. An den schier unerträglichen Lärm der Webstühle hatten sie sich längst gewöhnt. Heute werden in der Museumsfabrik Stoffe hergestellt, die für die historische Kollektion des Museums gedacht sind.

Doch der Einblick in das Leben der Weber und Weberinnen geht auf dem Museumsgelände noch weiter. Denn hier finden die Besucher ebenfalls ein den Originalen nachempfundenes Wohnhaus einer Weberfamilie. Es ist komplett in der damaligen Tradition eingerichtet. Sogar ein bewirtschafteter Garten gehört dazu. Hier erhalten die Besucher einen unmittelbaren Eindruck in das Leben der Arbeiter. Man erlebt, was mittags auf den Tisch kam, was die Menschen seinerzeit anstelle von Fernsehen, das es lange noch nicht gab, in ihrer raren Freizeit gemacht haben oder wann die Familien zu Bett gegangen sind, um morgens wieder fit für die harte Arbeit zu sein.

Im Museumsladen schließlich können die Besucher die Produkte, die in der heutigen Zeit von den Mitarbeitern des Museums in der Webhalle hergestellt werden, kaufen und als Andenken mit nach Hause nehmen. Besonders beliebt sind die Grubentücher. Dies sind Geschirrtücher, die seinerzeit in keiner Küche fehlten. Aber sie wurden auch gerne von den Bergleuten mit in die Kaue – dem Waschraum einer Zeche – mitgenommen. Diese Tücher sind bekannt für ihr Karomuster. Es gab und gibt sie in Blau und in Rot. Seinerzeit lieferten die Webereien aus dem Münsterland Millionen von Metern dieses Stoffes in das Ruhrgebiet, wo der Stoff dann schließlich zu diesen berühmten Grubentüchern verarbeitet wurde.

Erwachsene zahlen 2,40 Euro Eintritt und Kinder haben schon für 1,50 Euro Zugang zum Textilmuseum Bocholt.

Kontakt:

LWL-Industriemuseum Textilmuseum in Bocholt

Uhlandstraße 50

46397 Bocholt

Tel: 02871 21611-0

Fax: 02871 21611-33

E-Mail: textilmuseum@lwl.org


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Bitte beachten:

"Der Schöne Tag" ist ein rein privates Projekt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir daher keine Gewähr für Angaben bezüglich Eintrittspreise oder Öffnungszeiten übernehmen können. Informieren Sie sich bei Interesse am besten noch einmal direkt auf der Internetseite der Einrichtung.

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