Mittelalterliches Foltermuseum Rüdesheim

Das mittelalterliche Foltermuseum in Rüdesheim am Rhein zeigt auf über 1000 qm sehr informativ und lehrreich die Rechtsgeschichte des Mittelalters sowie die Zeit der Hexenverfolgung in Deutschland. Lassen Sie sich in diese Zeit zurückversetzen und erleben Sie in den historischen Kellergewölben des Museums das Mittelalter hautnah. Das gesamte Museum wird durch stimmungsvolles Licht und gregorianische Gesänge zusätzlich in Szene gesetzt.

Folter gab es schon seit Menschengedenken. Seinen Höhepunkt erlebte die Anwendung der Folter im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Alleine in Deutschland wurden rund 25.000 Menschen während der Zeit der Inquisition und der Hexenverfolgungen gefoltert und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Rund 80 % aller Hingerichteten waren Frauen.

Das Verfahren bei Hexenprozessen war in der frühen Neuzeit nach einem festgelegten Muster aufgebaut: Anklage – Inhaftierung – Verhör – Hexenproben – Geständnis – Verurteilung – Hinrichtung. Auf das Verbrechen der Hexerei stand die Strafe des Feuertodes. Hierbei kam der Scheiterhaufen zum Einsatz, auf dem die armen Menschen lebendig verbrannt wurden.

In den historischen Gewölbekellern sind rund 140 Ausstellungsstücke zu bestaunen. Die über drei Etagen verteilten Exponate werden ausführlich erklärt, sodass sich die Besucher ausführlich über Folter, Hexen, Scheiterhaufen, Hexenverfolgung, Hexenverbrennung, Hexenwahn, Inquisition und vieles mehr informieren können. Hier finden sich didaktisch aufbereitete Exponate wie zum Beispiel zahlreiche Schandmasken, Galgen, Pranger, Hand- und Fußeisen, Keuschheitsgürtel und vieles andere mehr. Ebenso werden Zeichnungen und Radierungen von bekannten Meistern der damaligen Zeit in den Räumen ausgestellt. Einige dieser Ausstellungsstücke und Bilder lassen dem einen oder anderen Besucher sicherlich das Blut in den Adern gefrieren, angesichts der Tatsache, dass diese Foltermethoden bis vor 400 Jahren noch an der Tagesordnung waren.

Anhand von Figuren, Texten, Folterinstrumenten und Bildern informiert das Museum über die damalige Art und Weise des „peinlichen Verhörs“. Hierbei handelt es sich um ein Verfahrenselement der Gerichtsbarkeit des hohen und späten Mittelalters sowie der frühen Neuzeit. Das Wort „peinlich“ wird hier jedoch von dem Wort „Pein“ abgeleitet, welches damals entsprechend seiner Herkunft aus dem lateinischen „poena“ die Bedeutung von „Strafe“ hatte. Auch amnesty international ist mit einer Sonderausstellung „Menschrechtsverletzungen des 20. und 21. Jahrhunderts“ im Museum vertreten.

Öffnungszeiten:

Das Museum ist für Besucher täglich von April – November von 10 – 18 Uhr geöffnet. Von Januar – März ist es jedoch nur samstags und sonntags von 11 – 17 Uhr zu besichtigen. Zum noch besseren Verständnis bietet das Museum Führungen ab 10 Personen an. Diese Führung dauert ca. 45 Minuten und kostet 25,00 Euro.

Eintrittspreise:

Erwachsene zahlen 5,00 Euro Eintritt, Jugendliche von 7 – 16 Jahren und Studenten 4,00 Euro.

Kontakt:
65385 Rüdesheim am Rhein
Grabenstr. 13
Tel.: 06722 – 47510
Fax: 0621 – 153210
E-Mail: fomuseum@aol.com

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.foltermuseum.com


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Bitte beachten:

"Der Schöne Tag" ist ein rein privates Projekt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir daher keine Gewähr für Angaben bezüglich Eintrittspreise oder Öffnungszeiten übernehmen können. Informieren Sie sich bei Interesse am besten noch einmal direkt auf der Internetseite der Einrichtung.

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