Henrichshütte Hattingen

Das Ruhrgebiet ist allgemein hin bekannt für den Kohleabbau und die Herstellung von Stahl. Dies waren die zwei größten wirtschaftlichen Zweige, die die Region über viele Jahre getragen haben. Heute wird Kohle kaum noch abgebaut. Die meisten Zechen sind inzwischen geschlossen. Gleiches gilt für die Hochöfen, in denen Koks, Stahl und Eisen produziert wurde. Der LWL, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, hat sich darum zur Aufgabe gemacht, wichtige Teile aus dieser Geschichte zu erhalten. So entstand in Hattingen der Henrichspark.

Heute lockt der Henrichspark viele Besucher an, die sich für die Geschichte des Erzes, der Kohle und des Stahls interessieren. Den Dingen also, die das Revier für lange Zeit ausgemacht haben. Doch gleichzeitig steht der Henrichspark auch für den Wandel, den die Region erfahren hat. Heute wird keine Kohle mehr abgebaut oder Erz in Stahl verwandelt. Die Zechen und Hütten sind inzwischen Denkmäler der Industrie und vielerorts begrünt, sodass sie den Menschen als Freizeitparks oder Naherholungsgebiete dienen.

Dies tut auch der Henrichspark. Die Besucher erleben auf der einstigen Hütte, wie schwer die Arbeit in den Gießereien war. Wer es sich zutraut, sollte einmal den gläsernen Aufzug benutzten, der die Besucher in 55 Meter Höhe bringt. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick über die Geschichte und die Gegenwart der Region. Man sieht die blühende Landschaft, das viele Grün dieses Gebietes, aber auch das riesige Areal der einstigen Henrichshütte, auf der sich nun der Henrichspark befindet.

Selbst eine Schaugießerei hat der LWL für die Besucher hier eingerichtet. Man kann sich hier also direkt vor Ort anschauen, wie die Arbeiter noch vor vielen Jahren geschuftet haben, um aus dem Erz Stahl, Eisen oder Koks zu produzieren. Die Luft schwirrt von der Hitze, die die Hochöfen produzieren. Es ist heiß und stickig, aber ungemein faszinierend. Doch auch an die kleinen Besucher haben die Betreiber gedacht. Denn die Kinder führt „Ratte“ durch die Hütte. „Ratte“ ist das Maskottchen der Henrichshütte und zeigt den Kindern die vielen Blumen, Pflanzen und Tiere, die sich hier inzwischen angesiedelt haben.

Geöffnet ist von dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Einlass ist dann jeweils bis 17 Uhr. Freitags hat die Hütte sogar von 10 bis 21.30 Uhr geöffnet, dann kann man bis spätestens 20.30 Uhr hinein.

Der Eintritt ist wirklich sehr günstig. Erwachsene erhalten bereits für 2,40 Euro Zutritt und Kinder, Jugendliche und Schüler von 6 bis 17 Jahren sogar schon für 1,50 Euro.

LWL-Industriemuseum

Henrichshütte in Hattingen

Werksstraße 31-33

45527 Hattingen

E-Mail: birgit.schulz@lwl.org


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Bitte beachten:

"Der Schöne Tag" ist ein rein privates Projekt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir daher keine Gewähr für Angaben bezüglich Eintrittspreise oder Öffnungszeiten übernehmen können. Informieren Sie sich bei Interesse am besten noch einmal direkt auf der Internetseite der Einrichtung.

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